Macht Schalke Goretzka zum Topverdiener?

Bereits zu Beginn der abgelaufenen Transferperiode hielten sich hartnäckig die Gerüchte, dass Leon Goretzka Gelsenkirchen verlassen könnte. Ausschlaggebender Grund war vor allem der 2018 auslaufende Vertrag. Für die Schalker wäre dieser Sommer also die letzte Gelegenheit gewesen, eine hohe Summe für den zentralen Mittelfeldspieler einzunehmen, sollte dieser seinen Kontrakt bei den Königsblauen nicht verlängern.

Doch auf Schalke entschied man sich gegen die Transfereinnahmen, wohl auch, weil man weiterhin auf eine Unterschrift des 22-Jährigen unter einem neuen Vertrag hofft. Dabei scheint man sogar bereit zu sein, außergewöhnliche Wege zu beschreiten. Nachdem der Verein in den vergangenen Jahren sukzessiv die teuren Personalkosten senkte, soll der Revierklub Berichten zufolge bereit sein, Goretzka ein jährliches Bruttogehalt in Höhe von 10 Millionen Euro zu bieten.

Nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Entwicklung der vergangenen Jahre, sondern auch im Hinblick auf die Konkurrenz in der Liga erstaunt dieses Gehalt. Außer dem FC Bayern zahlt nach aktuellem Kenntnisstand kein Verein in der Bundesliga ein Gehalt in dieser Höhe. Einzig Marco Reus vom BVB soll aufgrund einer Abmachung zwischen den Dortmundern und dem Vereinssponsor Puma, der einen Teil des jährlichen Salärs übernimmt, eine ähnliche Summe verdienen.

Der junge Goretzka dürfte sich dieses Angebot wohl mehrmals durch den Kopf gehen lassen. Auf Schalke würde der Rechtsfuß zum echten Leader heranreifen und eine Schlüsselfigur im Team werden. Bereits zu Beginn dieser Saison machte ihn Neutrainer Domenico Tedesco zum Vizekapitän hinter Ralf Fährmann. Der gebürtige Bochumer könnte so in frühen Jahren schon als Führungspersönlichkeit heranreifen und sich auf einen Wechsel in den kommenden Jahren zu einem Topklub vorbereiten.

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