Kevin-Prince Boateng kehrt nach Deutschland zurück

Es war ein unrühmlicher Abschied, den Kevin-Prince Boateng bei Schalke 04 hatte. Die Gelsenkirchener suspendierten den Rechtsfuß im Sommer 2015 dauerhaft. Im Dezember folgte dann die Vertragsauflösung und die Rückkehr des Skandalprofis zum AC Mailand. Boateng soll auf Schalke zu den Rädelsführern innerhalb der Mannschaft gezählt haben und machte damit erneut negative Schlagzeilen, nachdem sich der Halbbruder von Jerome Boateng zuvor bereits einmal aus einem Tief gefangen hatte.

Dieses Tief spielte sich während seiner Zeit bei den Tottenham Hotspurs ab. Zuvor war Boateng als großes Talent von Hertha BSC in jungen Jahren in die britische Hauptstadt für eine Ablösesumme von 7,9 Millionen Euro gewechselt. Schon früh teilte ihm – nach seinen Aussagen – der Trainer mit, dass er nicht mit ihm plane. In der Folge genoss der Offensivakteur das Leben in London mit Partys und Alkohol. Doch nach einiger Zeit raufte sich der talentierte Spieler zusammen und änderte sein Leben von Grund auf. Während einer halbjährigen Leihe zum BVB, wo er von Jürgen Klopp trainiert und auch als Mentor geführt wurde, bestätigte Boateng den positiven Eindruck. Seinen Höhepunkt erreichte der Profi allerdings erst 2011 mit seinem Transfer zum AC Mailand, wo er zu den Leistungsträgern zählte.

Nach seinem Rauschmiss auf Schalke und einer kurzen Zeit in der Lombardei ging es 2016 zu UD Las Palmas. Doch trotz einer erfolgreichen Saison mit 10 Treffern und fünf Vorlagen löste Boateng seinen Vertrag aus persönlichen Gründen zuletzt auf. Es folgte der Wechsel zu Eintracht Frankfurt, wo sich vor allem Coach Niko Kovac für eine Verpflichtung starkmachte. Bei den Hessen wird der 30-Jährige einen Vertrag bis 2020 erhalten.

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