Atletico erhöht Offerte für Lautaro Martinez

Das Thema Ausstiegsklausel ist zur Zeit heiß diskutiert. Nach dem Wechsel von Neymar für 222 Millionen Euro zu Paris St. Germain, die von einer solchen Klausel Gebrauch machten, dürfte sich wohl jeder Klub fragen, ob die Ausstiegsklausel im Vertrag des eigenen Spielers nicht doch zu niedrig ist.

Doch der Fall Lautaro Martinez macht deutlich, dass es nicht nur um Vertragsdetails bei einem Wechsel geht. Der 20-jährige Argentinier gilt als eines der größten Mittelstürmer-Talente in Südamerika und steht derzeit beim Racing Club de Avellaneda unter Vertrag. In seinem erst im November 2016 verlängerten Vertrag, der eine Laufzeit bis 2020 hat, ist eine festgeschriebene Ablösesumme von zehn Millionen Euro eingebunden.

Als nun kürzlich Atletico Madrid beim schnellen und wendigen Rechtsfuß anfragte und schließlich ein Angebot zwei Millionen Euro höher als die Ausstiegsklausel beim Verein des Spielers abgab, fingen sich die Colcherones allerdings eine Absage ein. Der Präsident des Klubs stellt vielmehr in Interviews klar, dass man den Marktwert des Spielers auf 20 Millionen Euro einschätze.

Doch statt verärgert die Klausel zu ziehen, nahm Martinez, der seinerseits laut Berater ein großes Interesse an einem Wechsel haben soll, diesen Vorgang als selbstverständlich hin. Sein Agent betonte, dass der argentinische U20-Nationalspieler seinem Ausbildungsklub versprochen habe, nicht für diese Summe zu gehen.

Da Diego Simeone allerdings großes Interesse an seinem Landsmann haben soll, bereiten die Hauptstädter angeblich ein verbessertes Angebot vor. Darüber hinaus soll Martinez für eine halbe Saison an Avellaneda zurückverliehen werden, da der Stürmer aufgrund einer Transfersperre Atleticos ohnehin erst ab 2018 für die Spanier auflaufen könnte.252

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